DZ Drachenbootregatta

Ruderspaß im Drachenboot

Feucht-fröhliches Jedermannturnier auf der Donau beim Lauinger Ruderclub - Von Sarah Hommel


Wasser spritzt, Trommelschläge erklingen und kämpferische Zurufe sind zu hören: Die Motivation der Teilnehmer der 1. Drachenbootregatta des Lauinger Ruder- und Surfclubs (LRSC), die am Samstag ausgetragen wurde, ist hoch. Trotz des starken Windes sind 20 Mannschaften auf der Donau in Lauingen angetreten, unter ihnen Spaßteams wie die Freunde der Hütte Lauingen, die „Schutzbrillenmafia“ der Firma Ratiopharm aus Ulm sowie Sportmannschaften wie die Jugend des LRSC. In drei Durchläufen treten jeweils zwei Mannschaften gegeneinander an, wobei in den ersten beiden die Zeiten gestoppt und addiert und somit die Gegner des finalen, dritten Durchlaufs ermittelt werden. Die Mannschaften bestehen dabei aus 14 Paddlern, einem Steuermann und einem Trommler, der den Rhythmus der Ruderbewegung angibt.
„Wir sind nur aus Spaß dabei. Man denkt, es ist leicht, irgendwann werden die Arme schwer und man hört nur noch den Trommler und schaut, was die anderen machen“, beschreibt Gerald Mayer aus Dillingen vom Team der Kolpingsfamilie das Gefühl während des Rennens.
Wir haben eine harte Nuss zu knacken. Andere Teams nehmen es ernst, wir gewinnen trotzdem“, sagt Christian Hoffmann aus Lauingen, Trommler der „Schweren Jungs“ der Firma BSH, der mit seiner Verkleidung als Glücksfee und Späßen wie dem Mannschafts-Paddelkreuzen das Publikum belustigt. Neben den spannenden Drachenboot-Rennen unter strahlender Sonne gibt es also auch die ausgefallenen Verkleidungen einiger Teilnehmer zu sehen. Für die passende Stärkung ist durch Kuchentheke und Grill gesorgt.
Über das zahlreiche Erscheinen freut sich vor allem die Vorsitzende des Lauinger Ruderclubs, Isabella Kigele-Weis: „Wir haben noch nie so viele Leute hier im Ruderclub gehabt.“ Die Einnahmen der Veranstaltung sollen in die Jugendarbeit des Vereins fließen, um junge Menschen für den Rudersport zu gewinnen. Als Erfolg wertet daher auch Erich Schuster aus Günzburg das Drachenboot-Rennen: „Statt der bisher jährlich stattgefundenen Ruderregatta zieht die heutige Veranstaltung ein breiteres Publikum an und vor allem mehr Jugendliche.“ Den Spaßfaktor heben im Gespräch mit unserer Zeitung auch viele Zuschauern hervor. Als Wolfgang Voit zum finalen Rennen aufruft, stehen die beiden Siegermannschaften schon fest. „Spaß gemacht hat es trotzdem“ sind sich alle Unterlegenen einig. Am Ende konnte sich das starke Team „Deutz Power Ulm“, trotz stärkerer Strömung in der Innenfahrbahn, in einem spannenden Finale verdient gegen die somit Zweitplatzierten der Mannschaft „Die fantastischen 14“ durchsetzen.
Die meisten Mannschaften wollen nächstes Jahr wiederkommen: „Um unsere Zeiten zu unterbieten.“

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